Human Resource
Veröffentlicht vor 1 Jahr, 8 Monate

Mehr Unternehmenserfolg durch gezieltes Fördern der Kreativität

Nur einer von zehn Mitarbeitern in Deutschland ist engagiert im Job. Dies geht aus der neuen Gallup-Studie hervor. Das gibt zu Spekulationen Anlass, wie sich diese Tatsache auf Schweizer Unternehmen auswirkt und welche Massnahmen wirksam umsetzbar sind.

Nach Brockhaus ist Kompetenz die Bezeichnung für die Fähigkeit einer Person, Anforderungen in einem bestimmten Bereich gewachsen zu sein. Beruflich kompetent ist demnach ein Mensch, der den Anforderungen des Berufsalltags gewachsen ist. Die Qualität der Arbeit und das Engagement sind Teile dieser Kompetenz.

Mangelnde Führungskompetenz

Nach der neuen Gallup-Studie über das Engagement am Arbeitsplatz (ein Teil der beruflichen Kompetenz) ist zumindest in Deutschland zu vermerken, dass nahezu neun von zehn Arbeitnehmern keine echte Verpflichtung gegenüber ihrer Arbeit haben (87 Prozent). 69 Prozent der Beschäftigten machen lediglich Dienst nach Vorschrift, 18 Prozent haben die innere Kündigung bereits vollzogen. Damit bleibt der Anteil der Beschäftigten, bei denen sich nur eine geringe oder keine emotionale Bindung im Job ausmachen lässt, gegenüber der letztjährigen Studie auf hohem Niveau stabil. Lediglich 13 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland weisen eine hohe emotionale Bindung auf. Frankreich liegt mit Deutschland, was den Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer hohen emotionalen Bindung angeht, gleichauf. Demotivation und mangelnde Führungskompetenz sind die Hauptgründe, die für dieses Verhalten verantwortlich gemacht werden, fanden die Befrager heraus.

Teure Hypothek

Selbst wenn die Menschen in der Schweiz gänzlich anders wären, erhielten spekulativ- rechnerisch nur 30 Prozent aller Mitarbeiter das Prädikat «aktiv im Job engagiert ». Je 35 Prozent würden nach dieser Spekulation eine «unengagierte» und/- oder «aktiv unengagierte» Tätigkeit ausüben. Auf der Grundlage der Berechnungen von Gallup GmbH würde der wirtschaftliche Gewinn eines Schweizer Unternehmens mit 1000 Mitarbeitern enorm steigen, könnte die Gruppe der «aktiv unengagierten » Mitarbeiter um lächerliche fünf Prozent in engagierte Firmenangehörige gewandelt werden. Es steht ausser Zweifel, dass aufgestellte, motivierte Mitarbeiter maximal produktiv sind. Unter der Bezeichnung Motivationen sind die Kräfte zu verstehen, die einen Menschen dazu bringen, zielgerichtet etwas ganz Bestimmtes zu tun. Diese Motivationskräfte sind es, die zum Profit des Unternehmens beitragen. «Unser Potenzial sind unsere Mitarbeiter ...», ist bei fast jedem Betriebsanlass und besonders an der stimmungsvollen Weihnachtsfeier zu hören. Über Eigenverantwortung und Wertschätzung können Führung und Management nicht bestimmen, diese Werte aber durch Handeln fördern. Führung und Management tragen wesentlich zum Engagement eines Mitarbeiters bei.

Es sind die Mitarbeiter und Kollegen, die spüren und erleben, wie Stärken und Kompetenzen eingesetzt werden und letztlich die eigene Arbeit Früchte trägt. Unstrittig ist auch die Tatsache, dass trotz wandelnder Arbeitssituationen durch gekonnte Aus- und Weiterbildung in den Betrieben ein Motivationsschub erreicht und Kunden sowie Beschäftigten Weitblick signalisiert wird. Trainer und Berater werden oftmals erst dann herangezogen, wenn schwierige Situationen in den verschiedensten Unternehmensbereichen auftreten. Dann soll und kann bei Seminaren auf Tischen getanzt werden, man bescheinigt sich gegenseitig, «doch die Grössten zu sein», und am Ende liegen sich himmelhochjauchzende Menschen in den Armen und verlassen singend und tanzend das Seminar: «Alles wird wieder gut!» Doch der Schein trügt. Spätestens am zweiten Arbeitstag nach der Seminarerleuchtung kommt die Erkenntnis: «Alles wird anders! Alles wandelt sich, schnell, scharf und oft unerbittlich!»

 

Kreativität ist ein Schlüssel

Der Markt verlangt, dass die Menschen für erfolgreichere Lösungen relativ flüssig und flexibel zu neuartigen Einfällen und originellen Lösungen gelangen, also immer noch kreativer denken und handeln. Der Aspekt des schnellen, veränderten und produktiven Denkens kommt zum Tragen. Nebenbei sind Problemlöser auch noch engagierter im Job als nur «Erfüllungsgehilfen », die gerne Neues im Ansatz schon zum Scheitern verurteilen. Die Förderung der Kreativität ist somit ein zentrales «Tuningprogramm» mit positiven Auswirkungen über alle Tätigkeiten hinweg, in denen zielgerichtet und flexibel erfolgreichere Einfälle und originellere Lösungen den erwünschten Markterfolg sichern.

Teilnehmende von Seminaren bestätigen darüber hinaus einen grossen persönlichen Nutzen, der sich automatisch in gesteigertem Berufsengagement bemerkbar macht und auszahlt.

Egal von welcher Seite die Motivation im Betrieb gesteigert wird: Kreativität ist eine Schlüsselqualifikation für eine bessere Zukunft. Sinngemäss sagte das der weit blickende Unternehmer Norbert Stoffel bereits 1931: «Kreativität ist die Eintrittskarte für die Zukunft!» Heute, 74 Jahre später, sind kreative Ideen und Produkte gefragter denn je.Wer mit nur einem kreativen Impuls schneller eine bessere Idee generiert, verschafft sich offensichtlich Vorteile.

Fazit

Der erste Schritt zu mehr Erfolg ist die Erkenntnis, dass auch Kreativität gefördert wird. Ähnlich der körperlichen Fitness bedarf auch die Kreativität kontinuierlichem Tuning, um die «kreativen Muskeln» zu Höchstleistungen anzuspornen. Erst das Wissen und Können der Mitarbeiter verleiht einem Unternehmen den entscheidenden Marktvorteil. Die Konkurrenz ist oft nur einen Mausklick entfernt. Chef und Mannschaft können dafür sorgen, dass das so bleibt. Mit bestgetunten Kreativitätspotenzialen starten Erfolgreiche im Wettbewerb immer aus der ersten Reihe.

 

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Theo H. Koch

Name Theo H. Koch
Position Inhaber
Firma A&E Institut
Adresse CH-8274 Gottlieben
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